Venedig

„Dann war er am Wasser, die Brücke lag zu seiner Rechten. Wie typisch venezianisch sie doch war, leicht und fast ätherisch von weitem, aber bei näherer Betrachtung fest verankert im schlammigen Untergrund der Stadt.“ (Venezianisches Finale, Kap. 5, S. 60 ) Es ist nicht das Außergewöhnliche, was den Reiz dieser Bücher von Donna Leon für mich ausmacht, sondern das Gefühl, sich durchaus mit den Personen identifizieren zu können. Mit jedem neu erscheinenden Buch hat man das Gefühl, gute alte Bekannte wieder zu treffen. Mit ihnen zu essen und zu trinken, zu lachen und zu trauern. Und mit jedem Buch lernt man die Personen besser kennen. Ich mag sie sehr, die Figur des melancholischen Commissario, seinen menschenfreundlichen Enthusiasmus, seiner Unbestechlichkeit, intelligent, kultiviert, integer, der mit der korrupten und grausamen Welt des Verbrechens kontrastiert.

Es hat sehr viel Freude gemacht eine Stelle aus dem Buch „Venezianisches Finale“ herauszunehmen und in ein Venedig-Bild umzusetzen. Das werde ich bestimmt noch öfter tun.

watercolor venice

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